Verlegung

Verlegung Keramik-Beton-Verbundsystem GeoCeramica®

Mit der GeoCeramica®-Platte haben Sie ein innovatives Produkt aus der Kombination zweier erprobter Werkstoffe erworben. Die Verlegung erfolgt in Anlehnung an die ZTV-Wegebau, ZTV Pflaster-StB, TL Pflaster-StB, das Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen Teil 1 (ungebundene Ausführung) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) sowie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (siehe Lieferscheinrückseite). Die Ausführung sollte grundsätzlich durch erfahrene Fachunternehmen erfolgen.

Bitte achten Sie darauf, dass die Platten beim Abnehmen von der Palette bzw. bei der Verlegung nicht zerkratzen und Kanten nicht beschädigt werden. Vermeiden Sie ein Zwischenhandling der Platten „über Eck“. Die Platten sind immer mit den Oberseiten zueinander zu lagern. Angelieferte Terrassenplatten nach Augenschein, auch Farbnummer, prüfen. Platten mit optischen Mängeln dürfen nicht verlegt werden!

 

  1. Einbau

Das Planum ist profilgerecht, eben und tragfähig herzustellen. Aus bautechnischen Gründen wird die an der Plattenoberfläche erforderliche Längs- und Querneigung grundsätzlich an allen Sichtoberflächen, so auch auf dem Planum, ausgeführt. Mindestquerneigung 1,5-2,0 % bei üblicher Nutzungskategorie N1 gemäß ZTV-Wegebau, bei wasserempfindlichen Böden 4 %.

Die Tragschicht wird höhengerecht mit mind. 2,5 % Gefälle und lagenweise eingebaut und ausreichend mit dem Flächenrüttler (ca. 300 kg) verdichtet. Die Tragschicht muss gleichmäßig stark sowie eben ohne Löcher oder überhöhte Bereiche eingebaut werden. Um eine Erosion der Schichten des Oberbaues zu verhindern, muss das Korngerüst der Tragschicht gegenüber der Bettung und dem Unterbau/Untergrund bzw. der Frostschutzschicht aufeinander abgestimmt sein (Filterstabilität der Schichten). Die notwendige Dicke der Tragschicht ergibt sich aus der Nutzung. Für Terrassen und begangene Wege reichen in der Regel ca. 20 – 25 cm aus. Ausschließlich wasserdurchlässiges Material mit wenig Feinanteilen einbauen. Gut geeignet sind Mineralgemische 0/45 mm oder 0/32 mm mit vorgenannten Merkmalen.

  1. Bettung

Die 3-5 cm dicke Bettung wird aus kornabgestuftem, ungebundenem Mineralstoffgemisch filterstabil gegenüber der Tragschicht hergestellt; empfohlen werden gut durchlässige Gesteinskörnungen 0/4, 0/5 oder 0/8 mm. Verwenden Sie nur hochwertige Körnungsgemische (Kalkstein ist hier ungeeignet). Um farbliche Beeinträchtigungen der Platten zu vermeiden, darf kein färbendes Bettungsmaterial (z. B. mit Lehm) verwendet werden. Achten Sie auch bei Erstellung der Bettung auf Einhaltung einer ausreichenden Neigung (> 1,5 %) zur Entwässerung.

  1. Verlegung

Wir empfehlen das Rastermaß durch Auslegen zu bestimmen und technisch bedingte Maßtoleranzen einzubeziehen. Notwendige Schnitte der Passplatte sind immer nass mit einer Diamantscheibe auszuführen. Entfernen Sie den entstehenden Schneidstaub schnell mit sauberem Wasser und einer Bürste. Beachten Sie bei der Verarbeitung die Farbnummer. Unterschiedliche Produktionsdaten mit gleicher Farbnummer oder einer Abweichung von ± 1 passen farblich zusammen. Die GeoCeramica® mittels eines Platten- und/oder Vakuumhebers fluchtgerecht verlegen und oberflächenbündig mit einem nicht abfärbenden Gummihammer leicht anklopfen, sodass sie vollflächig im Splittbett tragfähig, ohne kippeln, aufliegen. Grundsätzlich werden Terrassenplatten unter 8 cm Dicke nicht mit einer Rüttelplatte bearbeitet! Die Verwendung eines geeigneten Rollenrüttlers ist möglich (s. Video unten). Mischen Sie die Platten aus verschiedenen Paketen, um eine harmonische Oberflächenwirkung zu erzielen.

Zusätzlicher Hinweis zu Längsformaten: Keramische Platten können produktionsbedingt eine (zulässige) kleine Krümmung aufweisen. Aufgrund des Längen-/ Seitenverhältnisses kann sich das bei Längsformaten am deutlichsten auswirken. Wir raten daher davon ab, dieses Produkt im Halbverband zu verlegen, da sonst die Mitte (höchster Punkt) und das Ende (niedrigster Punkt) zweier Platten direkt neben einander liegen. Nutzen Sie daher hier mindestens den Drittelverband (siehe auch unsere Produktinformation).

 

  1. Fugen

Zur Vermeidung von Kantenabplatzungen ist eine Fugenbreite von 3-5 mm einzuhalten, sofern Sie die Verfugung mit ungebundenem Fugenfüllstoff, z. B. gewaschenem, trockenem Quarzsand 0,2-2,0 mm oder einer Körnung 1/3 mm ohne Feinstoffe, ausführen möchten. Halten Sie eine Mindestfugenbreite von 5-6 mm ein, wenn Sie gebundenen Spezialmörtel verwenden. So stellen Sie eine dauerhafte Funktion sicher. Als Hilfsmittel empfehlen wir Ihnen stabile 6 mm Fugenkreuze, die Sie einfach von oben zwischen die Platten legen. Entfernen Sie diese vor der Verfugung wieder, so können Sie gegebenenfalls vorhandene, kleine Maßtoleranzen der Keramik vermitteln. Beachten Sie die Verarbeitungsanleitung des Fugenmörtels.

  1. Verlegung auf Plattenlagern

Hierbei erfolgt keine Verfugung der Plattenfläche, um ein schnelles Ablaufen des Regenwassers auf dem Betonbett bzw. auf der Drainagematte sicherzustellen. Verschiedene Hersteller bieten unterschiedliche Systeme zur Herstellung von Plattenflächen auf Stelzlagern an. Jedes System ist herstellerspezifisch, die entsprechenden Verlegevorschriften sind beim Produzenten zu erfragen. Da die Fugen bei solchen Systemen offen bleiben, liegt die Entwässerungsebene in Fußhöhe der Stelzen. Das Niederschlagswasser muss aus dieser Ebene frei abfließen bzw. versickern können. Diese gilt beispielsweise auch für Schlagregenbereiche unter überdachten Balkonen.

  1. Verlegung von Terrassenplatten im Mörtelbett

Die starre Verlegung von Platten für den Außenbereich in Mörtel ist problematisch und stellt eine Sonderbauweise dar. Wir raten von dieser Bauweise ab. In der Praxis haben sich dichte Mörtel nicht bewährt und als schadensanfällig herausgestellt. Die Gefahren dabei sind das Hochfrieren der Platten, Beschädigungen durch Temperaturausdehnungen usw. Solche Flächen können meist nur durch sehr erfahrene Fachunternehmen dauerhaft hergestellt werden. Reklamationen aufgrund von Verarbeitungsfehlern können wir nicht anerkennen.

  1. Pflege

Der Pflegeaufwand einer Platte hängt im Wesentlichen von der Oberflächenbeschaffenheit, der Bewitterung und der Nutzung ab. Unsere Empfehlung: Reinigen Sie Ihre Terrassenplatten mindestens einmal im Jahr (Frühjahr), mit Hilfe eines Schrubbers und warmem Seifenwasser oder einem handelsüblichen milden Moos- und Grünbelagreiniger. Anschließend gründlich mit klarem Wasser nachspülen. Unsere Platten haben eine hochwertige Oberfläche mit einem hohen Frost-Tausalz-Widerstand, daher kann Streu- und Tausalz eingesetzt werden. Grundsätzlich ist der Einsatz eines rotierenden Flächenreinigers für die GeoCeramica® möglich. Achten Sie bei Anwendung jedoch darauf, dass die Fugen nicht beschädigt werden. Verschmutzungen sind kein Reklamationsgrund. Grundsätzlich sind thermische Unkrautvernichter auf allen Oberflächen zu vermeiden!

 


Produktinformation zur Farbnummer:

Etikett_GeoCeramica

 

Comments are closed